Warum gibt es die BIM?
Bis 2003 gab es für die vom Land Berlin genutzten Gebäude keine einheitlichen Immobilien- und Belegungsdaten. Wo Daten vorhanden waren, wurden unterschiedlichste Systeme genutzt, so dass man die Informationen nicht miteinander vergleichen konnte. Ohne diese Daten ist weder eine Standort- und Raumplanung, noch eine strategische Bedarfsplanung bei Dienstleistungen möglich.
Trotz hohem Leerstand bei den landeseigenen Immobilien waren 30 Prozent der Flächen extern angemietet. Es gab wenig Anstöße zu wirtschaftlichem Handeln: Durch unterschiedliche Zuständigkeiten herrschte keine Transparenz über die tatsächlichen Kosten, dadurch bestand auch kein Anreiz, diese aktiv zu beeinflussen.
Der über die Jahre aufgelaufene Sanierungsstau bei notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen betrug eine Summe im dreistelligen Millionenbereich. Die unzureichende Instandhaltung der landeseigenen Immobilien führte zu Substanz- und Wertverlusten.
Diese und weitere Gründe gaben den Ausschlag, im Jahr 2003 die BIM zu gründen. Durch eine zentrale Verwaltung und Bewirtschaftung des Gebäudebestandes sollten die Immobilienverwaltung des Landes Berlin effizienter gestaltet und Einsparpotentiale realisiert werden.
Bis Ende 2011 gelang es der Gesellschaft bereits, gerechnet über einen Zeitraum von 20 Jahren 262 Millionen Euro an Haushaltsmitteln für das Land Berlin einzusparen. So trägt die BIM dazu bei, den Haushalt des Landes Berlin nachhaltig zu entlasten, was auch allen Bürgerinnen und Bürgern Berlins Nutzen bringt.
Einführung des Mieter-Vermieter-Modells
Hauptaufgabe der BIM ist es, die vom Land Berlin genutzten Gebäude optimal zu bewirtschaften. Dies geschieht im Rahmen des so genannten Mieter-Vermieter-Modells: Die Nutzer der Verwaltungsgebäude zahlen eine Miete an die BIM. Diese übernimmt im Gegenzug die Verwaltung und Bewirtschaftung der Gebäude ebenso wie die Verantwortung für Unterhalt und Sanierung.
Das Mieter-Vermieter-Modell schafft Transparenz über die tatsächlichen Unterbringungskosten und ermöglicht so eine gezielte Steuerung der Kostenfaktoren sowohl für Mieter als auch Vermieter. So können sich die Mieter auf ihre Kernaufgaben konzentrieren, während die Verantwortlichkeit für alle gebäudebezogenen Aufgaben bei der BIM liegt.
Zentrale Kompetenz
Für angemietete Immobilien kann die BIM als zentrale Steuerungsstelle aufgrund ihrer Marktkenntnisse günstigere Mieten vereinbaren. Auch Wartungs-, Reinigungs- oder Sicherheitsdienstleistungen können durch eine zentrale Vergabe und gebündelte Ausschreibung kostengünstiger eingekauft werden.
Investitionen in den Gebäudebestand
Für die Instandhaltung und Sanierung der Gebäude ist die BIM ebenfalls zuständig. Jedes Jahr investiert die Gesellschaft in den Erhalt und die Sanierung der öffentlichen Gebäude. Bisher konnte ein umfangreicher Teil des Sanierungsstaus erfolgreich abgebaut werden. Dies nutzt nicht nur dem Land Berlin als Eigentümer, auch die Nutzer profitieren von diesen Investitionen in den Gebäudebestand, zu dem sie aus eigener Kraft oft nicht in der Lage gewesen wären.
Darüber hinaus ist die BIM auch für die Steuerung des landeseigenen Betriebes für Gebäudebewirtschaftung (LfG) verantwortlich.